Vorsätze 2015: Jeder zweite Deutsche will mehr sparen

Jedes Jahr auf’s Neue und pünktlich zum anstehenden Jahreswechsel nehmen wir Deutsche das Thema der guten Vorsätze auf und geloben hoch und heilig die selbst gesteckten Ziele für 2015 dann auch konsequent umzusetzen. Interessant ist dabei immer zu erfahren, welche Vorsätze für das neue Jahr am meisten genannt werden? Für 2015 scheint das Thema Finanzen ziemlich weit vorne zu stehen, denn laut einer Umfrage im Auftrag der Norisbank ist für jeden zweiten Deutschen das Thema Sparen an vorderster Position. Persönlich hätten wir eher auf die Klassiker des „weniger Stress“ oder „mehr Freizeit für Familie schaffen“ gewettet, aber man kann sich auch mal täuschen. Schauen wir uns das Ergebnis der Norisbank Umfrage zu diesem Thema mal etwas genauer an:  Im Rahmen dieser Umfrage befragte die Norisbank im Dezember 2014 zusammen mit dem Marktforschungs-institut Innofact AG 1.037 Personen ab 18 Jahren. Die Gruppe der Befragten wurde bevölkerungsrepräsentativ nach Alter und Geschlecht ausgewählt.

Geld-Sparen

Das Ergebnis: 42 Prozent der Befragten gaben an, im Jahr 2015 finanziell sparen zu wollen. Wenig verwunderlich ist, das hierbei Frauen mit knapp 48 Prozent im Vergleich zu den Männern eher diesen Vorsatz haben. Sparen ist nicht so des Mannes‘ Ding – oder? Mit immerhin 38 Prozent bei den Männern ist der Abstand dann doch schon recht deutlich. Interessant hingegen ist, das die Sparwilligkeit geschlechterunabhängig bei jüngeren Menschen deutlich ausgeprägter ist.

In Zahlen ausgedrückt: Mit 57 Prozent bei den 18- bis 34-Jährigen ist der Vorsatz des „Geld sparen’s“ deutlicher ausgeprägt als bei den 50- bis 69-Jährigen, die in der Umfrage nur knapp 25 Prozent ausmachen.

Stellt sich die Frage, welche Sparformen mit diesem Vorsatz in Zusammenhang stehen und da zeigt sich, dass wir Deutschen unserem Ruf des „konservativen Sparer’s“ nachwievor nachkommen. Beliebte Sparformen sind nachwievor das klassische Sparbuch, das Girokonto oder eben auch Tages-und Festgeld-Konten. Schaut man sich hier die Verzinsungen an, ist der Begriff der „finanziellen Sicherheit“ und des „konservativen“ Sparens wohl angebracht. Stabilität und Sicherheit stehen hier deutlich vor Renditechancen.

Randnotiz: Welchen Wert der Vorsatz des „mehr Sparen‘s“ für 2015 hat, lässt sich vielleicht auch an dieser Prognose aus der Umfrage ableiten: Ein Viertel der befragten Bundesbürger gab an, im nächsten Jahr mehr Geld ausgeben zu wollen. So stehen bei rund 14 Prozent Investitionen in ein Eigenheim oder ein neues Auto zur Diskussion. Zwar sollen hier dann gesparte Rücklagen investiert werden, aber immerhin jeder Zehnte erwägt auch die Aufnahme eines Kredites zur Finanzierung der geplanten Anschaffungen.

Und was ist jetzt von dieser Umfrage zu halten? Im Grunde nicht viel, denn ein entsprechender Rückblick auf das vergangene Jahr zeigt, dass es nur rund ein Viertel aller Befragten wirklich schaffte, entgegen dem auch im letzten Jahr getroffenen Vorsatz, im Jahr 2014 besonders viel zu sparen.

Kein Wunder, ergeht es uns doch zugegebenermassen mit den meisten Vorsätzen so…..

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