Mobile Payment: Kommt nun endlich der Durchbruch?

Was gerade im asiatischen Raum weit verbreitet ist, spielt in Europa – insbesondere in Deutschland – nachwievor im täglichen Leben kaum eine Rolle: das mobile bezahlen von Waren und Dienstleistungen, auch Mobile Payment genannt. Doch scheint sich diese Technologie nun Schritt für Schritt auch in Deutschland durchzusetzen – zumindest was die Akzeptanz angeht. Diese Erkenntnis ist das Ergebnis einer flächendeckenden, telefonisch durchgeführten Studie unter rund 1.000 Privatpersonen ab 14 Jahren von TNS Infratest.  So steht der deutsche Bundesbürger dem Thema „Mobile Payment“ grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber. Beispiele gefällig?

So würden sich rund ein Drittel der Verbraucher grundsätzlich bereit erklären, beispielsweise die Tankrechnung mit dem Smartphone zu bezahlen. Schränkt man diese Frage auf die Gruppe von aktuellen Smartphone-Besitzern ein, so steigert sich hier die Akzeptanzrate sogar auf satte 43 Prozent.  Ein Viertel der Verbraucher, die derzeit noch kein Smartphone besitzen, kann sich ebenfalls vorstellen, an der Tankstelle künftig mobil zu zahlen. Ähnlich verhält es sich mit dem Mobile Payment bei öffentlichen Verkehrsmitteln, Supermärkten und Drogerien. Das Ganze mal im Detail aufgeschlüsselt: 33 Prozent aller Befragten, 45 Prozent der Smartphone-Besitzer und 21 Prozent der Teilnehmer ohne Smartphone würden ihr Bus- oder Bahnticket am liebsten mobil bezahlen. In Supermärkten und Drogerien wollen 30 Prozent aller Verbraucher und 41 Prozent der Smartphone-Besitzer gern Mobile Payment nutzen, genau wie 20 Prozent der Umfrageteilnehmer ohne Smartphone.

Zudem wollen 42 Prozent der Smartphone-Nutzer (26 Prozent aller Befragten) von ihren Bezahl-Apps zusätzlich Informationen, wie etwa eine aktuelle Übersicht über ihre Ausgaben. Insgesamt 39 Prozent der Smartphone-Besitzer und 29 Prozent aller Befragten wollen ihre Rechnungen am liebsten immer mobil zahlen – sowohl im Geschäft als auch online.

Einer der Hauptkritikpunkte der klassischen Bargeldzahlung ist anscheinend vor allem bei jüngeren Menschen die Wartezeit bei klassischen Bezahlvorgängen: 83 Prozent der 14- bis 29-Jährigen sind genervt von langen Schlangen an der Kasse. Beim Thema Mobile Payment spielt Schnelligkeit deshalb eine große Rolle: 28 Prozent aller Umfrageteilnehmer erhoffen sich dadurch eine Zeitersparnis gegenüber der Zahlung mit Bargeld oder Girocard.

Wie stehen Sie dem Thema Mobile Payment gegenüber? Fluch oder Segen? Lassen Sie es uns via Kommentar gern wissen?

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