Laienpflege macht Pflegezusatzversicherungen erforderlich

Mehr als sieben Millionen Bundesbürger haben schon heute einen Pflegefall in der Familie – bis 2050 werden es doppelt so viele sein. Umfragen bestätigen regelmäßig, dass die Pflege in den eigenen vier Wänden im Pflegefall die bevorzugte Form der Betreuung ist. Mit 70 Prozent wird der Großteil aller Pflegebedürftigen zu Hause versorgt. Meist allein durch pflegende Angehörige oder mit Unterstützung professioneller Pflegedienste. Doch leider ist es so: Pflege muss man sich einfach leisten können und da liegt so Einiges im Argen, wenn man sich allein af staatliche Unterstützung verlässt! Es gilt sich finanziell abzusichern….

Laienpflege – aber nicht ohne finanzielle Absicherung
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Als Angehöriger, der sich um einen Pflegefall in der eigenen Familie kümmert, bringt diese neue Lebenssituation ein zumeist hohe persönliche Belastungen mit sich – sowohl in physischer, psychischer und in aller Regel auch finanzieller Art. Insbesondere die finanzielle Belastung kann in einem solchen Fall recht schenll ausufern, denn wenn ein Partner, Kind oder Verwandter seine Erwerbstätigkeit vorübergehend einschränken oder sogar ganz aufgeben muss, reichen die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung erst recht nicht aus, um die entstandenen finanziellen Lücken zu schließen. Daran ändert leider auch die von der Politik beschlossene Pflegereform nicht viel – traurig, aber wahr!  Experten sidn sich dahingehend einig, dass trotz der Erhöhung der Pflegeleistungen ab 2015 um vier Prozent und Änderungen bei der Familienpflegezeit die Pflegepflichtversicherung auch weiterhin ein „Teilkasko-Modell“ bleiben wird und eine private Pflegezusatzversicherung zur finanziellen Risikominimierung unausweichlich ist.

Der Weg zur privaten Pflegezusatzversicherung

Eine gute Möglichkeit, den Wunsch nach häuslicher Pflege auch durch Angehörige finanziell abzusichern, bieten private Pflegezusatzversicherungen. Dabei machen gute Pflegetarife ihre Leistungen nicht davon abhängig, durch wen die Pflege erfolgt. Und auch nicht, ob sie zu Hause, mit Unterstützung von Pflegediensten oder im Heim stattfindet. Sie schliesst die finanzielle Lücke schließen, die durch die zu geringen Leistungen der Gesetzlichen Pflegeversicherung entsteht. Die Kosten und Vertragsbedingungen für die Private Pflegeversicherung sind grundsätzlich vom Anbieter, dem gewählten Tarif und der gewünschten Versicherungsleistung je Pflegestufe abhängig.

Informieren Sie sich über die private Pflegeversicherung und lassen Sie sich ein kostenloses Angebot erstellen.

Was gilt es zu beachten? 

Es gibt Private Pflegezusatzversicherungen mit und ohne Gesundheitsprüfung. Dabei gilt: Antragsteller auf eine Pflegezusatzversicherung dürfen von Versicherungsgesellschaften auch bei Vorerkrankungen abgelehnt oder mit Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse d bei den geförderten Tarifen benachteiligt werden. Bei einer Pflegezusatzversicherung mit Gesundheitsprüfung hängt es zudem von dem individuellen Gesundheitsbild des Versicherungsnehmers ab, ob und in welchem Umfang die private Pflegeversicherung ihn versichert. Je nach Ergebnis der Gesundheistprüfung unterbreiten Versicherungsgesellschaften individuelle Angebote für eine Pflegezusatzversicherung.

Als Antragsteller sollte man zudem bei den Vertragsbedingungen von Pflegezusatzusatzversicherungen Wert darauf legen, dass die Versicherung für jede Pflegestufe (I, II und III) sowie bei Demenz Leistungen zusagt.  Auch über etwaige wartezeiten sollte man sich informieren. Grund hierfür ist, das Leistungen aus der Privaten Pflegeversicherung erst dann vom Versicherten beansprucht werden können, wenn die vertraglich vereinbarte Wartezeit abgelaufen ist.

Zu beachten: Pflegezusatzversicherungen mit Gesundheitsprüfung sind zumeist deutlich günstiger als entsprechende Angebote ohne Gesundheitsprüfung.

Zudem gilt: je früher im Leben der Abschluss erfolgt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer entsprechenden Erkrankung (man wird als gesund ohne Vorerkrankung eingestuft) und somit dem Erhalt eines günstigen Versicherungsangebotes!

Wissenswert: Seit dem Jahr 2013 wird die geförderte, private Pflegetagegeldversicherung von der Bundesregierung mit einem monatlichen Zuschuss von 5 Euro belohnt. Ziel der Bundesregierung ist, die Bereitschaft zum Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung zu steigern.

Fazit: Zwar kann niemand vorhersehen, ob im Alter einmal der Pflegefall eintritt oder nicht, aber man kann der „Gefahr“ zumindest in finanzieller Hinsicht vorbeugen, in dem man sich früh genug um eine entsprechende finanzielle Absicherung kümmert. Zudem wird diese private Vorsorge mit immerhin 60 Euro pro Jahr gefördert. Unbedingt empfohlen!

 

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