Dank Umschuldung von niedrigen Zinsen profitieren

Wie so ziemlich alles im Leben, hat auch die Medaille der aktuell niedrigen Zinsen zwei Seiten. Für Sparer eine eher ärgerliche Entwicklung, für die rund 56% der deutschen Kreditnehmer (Stand: 2015) ein Segen. Denn niedrige Zinsen bedeuten auch weniger Gesamtschulden bei der Bank. Besonders, wenn man einen Kredit bereits vor längerer Zeit abgeschlossen hat, lohnt es sich, eine Umschuldung des Restdarlehens in Betracht zu ziehen. Die Zinsentwicklung der vergangenen Jahre kann dafür sorgen, dass sich nicht nur die Darlehenssumme mitunter drastisch reduziert, sondern auch die monatliche Belastung verringert wird. So kann man bei Immobilienfinanzierungen, Raten- und Dispositionskrediten bares Geld sparen. Wichtig ist, die Angebote genau zu vergleichen. 

Wann sich eine Umschuldung lohnt

Eine Umschuldung lohnt sich dann, wenn die zu zahlenden Zinsen nach der Kreditablösung günstiger sind, als vorher. Auch, wer mehr als einen Kredit bedient, vielleicht sogar bei unterschiedlichen Instituten, kann mit einer Umschuldung und der Zusammenlegung seiner Darlehen Geld sparen. Je höher der Kredit, desto lohnenswerter die Umschuldung. Denn durch die niedrigeren Zinsen verringern sich vor allem bei großen Summen die Gesamtschulden merklich. Eventuell resultiert daraus sogar eine niedrigere monatliche Belastung. Sollte sich daraus allerdings eine längere Laufzeit ergeben, ist Vorsicht geboten. Denn dadurch kann sich das Gesamtdarlehen wieder erhöhen. Auch bei vorübergehenden, finanziellen Engpässen, wie etwa während der Arbeitslosigkeit, kann die Umschuldung eine Lösung sein, um die monatlichen Belastungen zu senken.

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Worauf achten bei der Umschuldung ?

Verlockende Angebote gibt es zuhauf. Aber oft genug täuscht der erste Blick und versteckte Kosten werden zu spät ersichtlich. Hier ist Vorsicht geboten. Eine der wichtigsten Kostenfaktoren ist die Vorfälligkeitsentschädigung, die die kreditgebende Bank unter Umständen fordern kann. Wird ein Rahmen- und / oder Dispokredit umgeschuldet, entfällt diese in der Regel. Dennoch ist es ratsam, vorab in Erfahrung zu bringen, ob sie fällig wird und wenn ja, in welcher Höhe. Außerdem sollten die Zinsangaben vor der angestrebten Umschuldung genau geprüft werden. Oft wird mit niedrigen Sollzinsen geworben, wichtig für den Kreditnehmer sind aber die effektiven Zinsen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Zeit. Bei Krediten oder Finanzierungen mit Zinsbindung, ist das Umschulden ohne horrende Zusatzkosten erst nach Ende der Zinsbindung möglich. Eine Ausnahme sind hier Baufinanzierungen, die gemäß BGB auch vor Ablauf der Zinsbindung kostenfrei umgeschuldet werden können, sofern sie bereits 10 Jahre bedient wurden. Abgesehen vom richtigen Zeitpunkt ist auch die Bearbeitungszeit mit einzukalkulieren. So wird auch von der neuen Bank die Kreditwürdigkeit und Zahlungsfähigkeit geprüft, wenn man einen älteren Kredit mithilfe eines günstigeren Darlehens ablösen möchte.

Zusammengefasst sind also vor allem folgende Faktoren bei einer Umschuldung zu beachten:

  • Anfall und ggf. Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung
  • Bewilligungsdatum des aktuellen Darlehens (Stichtag: 11.07.2010)
  • Zeitpunkt der Umschuldung
  • Bewilligungszeit durch den neuen Kreditgeber
  • Höhe des effektiven Jahreszinses

Wer diese Punkte beachtet und bei entsprechendem Vergleich feststellt, dass sich mittels einer Umschuldung die monatliche Ratenbelastung deutlich reduzieren lässt, sollte diesen Schritt letztendlich zu seinem eigenen Vorteil auch gehen.

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