Girokonto für Jedermann: Die Politik greift ein – endlich!

Bewegt sich jetzt endlich mal etwas in einem Markt, in dem Banken und Finanzinstitute bisher agieren konnten, wie Sie wollten? Worum geht es? Um das bereits in einigen Blog’s und anderen Medien vieldiskutierten „Girokonto für Jedermann„. Dieses Girokonto, dass in allererster Linie auch als EU-Richtlinie bekannt ist, soll nun nach dem Willen unseres Minister für Verbraucherschutz, Heiko Mass, sehr zeitnah umgesetzt werden. Der seit langem immer wieder von verschiedenen Institutionen geforderte Rechtsanspruch auf ein Konto auf Guthabenbasis werde gesetzlich verankert, so der kommunizierte Willen des SPD-Politikers. Doch was steckt genau dahinter und wieviel Chance auf Erfolg hat dieses Bestreben?

Keine Frage, wer kein Girokonto hat, der gilt im täglichen Wirtschaftsleben als amputiert. Klingt zweifelsohne hart, entspricht aber leider Wahrheit. Dabei sollte eigentlich ein jeder von uns das Recht auf ein Basiskonto haben. Dennoch verfügen rund 670.000 Menschen in der Bundesrepublik nicht über ein eigenes Girokonto – neben dem deutschen Bundesbürger sind auch Saisonarbeiter, freie Dienstleister, Obdachlose oder Gaststudenten betroffen und dürfen demnach als Profiteure des „Girokonto für Jedermann“ gelten. Immerhin: Die EU hatte bereits im April dieses Jahres eine Art Grundrecht auf ein Basiskonto formuliert. Dieses soll auch für Bürger ohne festen Wohnsitz gelten. Bis spätestens 2016 muss das Gesetz von den einzelnen EU-Mitgliedsländern in nationales Recht umgesetzt werden. Dem möchte nun der Verbraucherschutzminister Heiko Mass mit seinem Umsetzungsbestreben schnellstmöglich Rechnung tragen.  Die Frage ist, ob er hier nicht an der Lobby der Finanzwirtschaft scheitert oder sich zumindest einem sicherlich zu erwartenden Gegenwind ausgesetzt sehen wird. Beispiel ist hier die sogenannte Freiwillige Selbsterklaerung der Banken eben dieses Konto für jedermann anzubieten, es aber in der Praxis bisher schlicht nicht oder nur sehr selten existiert. Und wenn es angeboten wird, dann mit horrendem Kosten oder sonst irgendwelchen Hindernissen. Die Banken wollen Kunden mit unklaren wirtschaftlichen Verhältnissen oder gar negativen SCHUFA-Einträgen einfach nicht. Ob hier ein Gesetz Abhilfe schafft? ich habe meine Zweifel….

Natürlich: Wenn es zum Gesetz wird, dass man unabhängig seiner persönlichen, wirtschaftlichen Verhältnisse, einen generellen Anspruch auf ein Girokonto hat, dann freut mich das und ich begruesse das Bestreben von Herrn Maas durchaus. Da aber alles in Deutschland irgendwie von einer Lobby beeinflusst wird, habe ich Zweifel an dem Thema „zeitnah“ – ein dehnbarer Begriff.  Betroffene beziehungsweise Hoffnungsvolle sollten hier Ihre Erwartungen zurückschrauben.

Hintergrund: Derzeit besitzen 58 Millionen EU-Bürger kein Girokonto– das entspricht mehr als einem Zehntel aller Einwohner der Union. Viele der Betroffenen wollen ein Konto eröffnen, dieses wird ihnen jedoch aufgrund geringer Bonität verwehrt. Anders als in anderen EU-Ländern wie etwa Schweden und Italien gibt es in Deutschland bislang kein allgemeines Recht auf ein Girokonto.

Fazit: Solange ein solches Gesetz lediglich angekündigt und noch nicht umgesetzt ist beziehungsweise kein verbindliches Datum der Umsetzung bekannt ist, sollt ein jeder, der ein Girokonto ohne SCHUFA („Jedermann“) benötigt, sich das FIDOR Angebot etwas genauer anschauen: Prepaid Kreditkarte und Girokonto zu Top Konditionen bei 0 EUR Jahresgebühr, kostenlosem Online Banking, alles ohne Schufa, keine Mindestaufladegebühr der Kreditkarte, einmalige Ausgabegebühr und einem Gehaltsbonus !  >> jetzt bestellen und einmaligen Bonus sichern!

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