Folgen einer Fusion: Kostenlose LTE Nutzung für o2 & e-PLus Mobilfunk-Kunden

Wenn Unternehmen den Zusammenschluss in Form einer Fusion planen, dann wird dies zumeist von der breiten Masse der Bevölkerung mit Argwohn betrachtet, denn zumeist werden damit die sogenannten Synergie-Potentiale einer Unternehmenszusammenführung gehoben. Im Klartext: Kosteneinsparungen durch Personalabbau in Folge dessen viele Menschen Ihren Arbeitsplatz verlieren. Auch beim Zusammenschluss der beiden Mobilfunkunternehmen Telefonica 02 und der E-Plus Gruppe scheint der Personalabbau beschlossene Tatsache zu sein. Traurig, aber wahr….Dennoch wird diese Fusion für eine Vielzahl von Verbrauchern einen nicht unerheblichen Vorteil oder besser „Nutzen“ bringen, denn Millionen von Kunden soll nach der Fusion die kostenfreie Nutzung des LTE Hochgeschwindigkeitsnetzes gestattet werden. Zumindest denen, die Kunden sogenannter Drittanbieter sind, aber auf das Netz von e-Plus bzw. o2 zugreifen.

Die Sachlage: Mit der kurz vor Abschluss stehenden Fusion der beiden Mobilfunkkonzerne O2 und E-Pus sollen Millionen Mobilfunk-Kunden, die Ihre Verträge nicht bei einer der beiden Muttergesellschaften haben, aber bei einem der zahlreichen Drittanbieter sind, von einer verbesserten Nutzung des Mobilfunknetzes profitieren können. So sollen nach letzten Informationen des Magazins Focus insbesondere die Mobilfunk-Kunden der 1&1 Internet AG sowie der Freenet AG mit Ihrer Hauptmarke „Mobilcom-Debitel“ das schnelle LTE Datennetz von Telefonica O2 zukünftig gratis nutzen können. Momentan zahlen Kunden der beiden genannten Unternehmen für die Nutzung des LTE Netzes monatlich cirka 10 Euro monatlich an Zusatzkosten. Ein Betrag, der nach aktuellen Informationen dann mit Abschluss der Fusion – spätestens jedoch mit Beginn des kommenden Jahres wegfallen würde. Für Mobilfunk-Kunden also eine mehr als deutliche Ersparnis.

Gewährung von Rabatten dank EU Auflage

Doch so ganz freiwillig geschieht die Gewährung der kostenfreien Nutzung des LTE Netzes letztendlich nicht, denn dahinter steht eine, in den Fusionsverträgen verankerte Pflichtklausel, welche die EU Kommission zur Auflage der Fusionsfreigabe gemacht hat: Telefonica O2 muss Kunden, die einen Vertrag über einen Serviceanbieter in ihrem Netz schließen, das LTE-Netz ohne Zuschlag zur Verfügung stellen. Neben den bestehenden O2-Vertragspartnern Freenet AG (MobilCom Debitel) und Drillisch (u.a. DeutschlandSIM, smartmobil.de und disco) kommt dann ab 1. Juli auch 1&1 in den Genuss, denn das Unternehmen aus Montabaur hat erst kürzlich einen Kooperationsvertrag mit E-Plus geschlossen.

Fazit: Auch wenn die Fusion der beiden Mobilfunk-Unternehmen für viele Menschen einen faden Beigeschmack hat, so hat die Auflage der EU für eine Vielzahl von Mobilfunk-Kunden den Vorteil zukünftig im Jahr 120 € sparen zu können, weil die LTE Zusatzkosten, welche bis dato monatlich den Geldbeutel belasteten, dann wegfallen. Sicherlich kein Ersatz für den Arbeitsplatzverlust von vielen Menschen, aber dennoch ein spürbarer Vorteil der Fusion.

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