Die neue Fidor Smart Card: Unser erster Eindruck der Kreditkarte!

Das ist sie nun und es gilt zu sagen: Was lange währt wird endlich gut! Jetzt ist Sie also endlich da, die neue Smart Card der Fidor Bank AG. Nach fast 2 Jahren „Produktentwicklung“ hat man bei der Fidor Bank mit dem Launch der neuen Fidor Smartcard auf die Wünsche der Kunden nach einer kombinierten Giro- und/oder Maestrokarte reagiert und mit der neuen Karte eine echte Innovation auf den Markt gebracht – so zumindest die Aussage der Bank. Doch was ist das Besondere an der neuen Fidor SmartCard? Wo liegen die Vorteile als auch die Nachteile? Wir haben uns die Karte mal etwas näher angeschaut…..

Eins vorweg: Eine Innovation stellt die neue Fidor Smart Card sicherlich dar, denn Sie vereint in einer Plastik-Karte gleich drei Möglichkeiten der bargeldlosen Bezahlung. Als da wären zum einen die klassischen Bezahlformen via Mastercard und Maestro (klassische EC-Karten Zahlweise) als auch mit einer kontaktlosen Bezahlform. Hierbei hält man einfach die Fidor Smart Card an das Kontaktlos-Symbol eines entsprechenden Terminals und das war es dann. Zudem ist hier bei Beträgen unter 25 Euro generell keine Unterschrift oder PIN erforderlich. Exakt diese kontaktlose Form des „Bezahlens“ steht also für schnelle und reibungslose Bezahlvorgänge – vorausgesetzt man findet entsprechende Geschäfte, die diese Bezahlform akzeptieren beziehungsweise technisch entsprechend ausgerüstet sind. Denn im Gegensatz zu Ländern wie Italien, Frankreich, Belgien und einige nordischen Ländern ist das kontaktlose Bezahlen hier in Deutschland noch nicht wirklich flächendeckend etabliert.

Das Thema Kosten bei Fidor Smart Card

Auf den ersten Blick fällt bei der FIDOR Smart Card auf, das diese anscheinend komplett kostenlos ist: keine Ausgabegebühr und keinerlei Jahres- oder Monatsgebühr für die Nutzung der Fidor Smart Card. Zudem sind die ersten zwei Geldabhebungen pro Monat kostenfrei. Doch genau setzt unsere erste Kritik an, denn wer bitte hebt lediglich 2-mal pro Monat Geld am Automaten ab? Wir nicht und somit müssten wir für jede weitere Bargeldabhebung am Automaten der Fidor Bank 2 Euro berappen. Nehmen wir also mal an, dass man dazu neigt jede Woche einmalig Geld abzuholen, dann kostet uns das im Monat 4€. Mal 12 genommen sind das dann schon satte 48 € zusätzlich allein für Bargeldverfügungen!

Übrigens: Laut einer Studie der Bundesbank hebt der deutsche Durchschnittskunde deutlich mehr als drei Mal im Monat Geld am Automaten ab!

Doch genau dieses belegte Verhaltensmuster der deutschen Bundesbürger scheint die Fidor Bank mit der neuen Smart Card deutlich in die andere Richtung beeinflussen zu wollen, denn wer die Smart Card gar nicht oder nur äußerst selten für Bargeldabhebungen nutzt, der wird seitens der Bank exakt für dieses Verhalten belohnt – in Form einer monatlichen Gutschrift von 2 Euro! Zieht man als Inhaber der Karte nur einmal monatlich am Automaten Bargeld, gibt es immerhin noch 1 Euro Bonus. Aber auch hier ein versteckter Haken, denn auch diesen Bonus gibt es aber nur für Karten-Nutzer, welche monatlich mehr als 399 Euro Geldeingang auf dem mit der Smart Card verbundene Fidor Girokonto aufweisen können und zudem mindestens drei Transaktionen pro Monat tätigen.

Was hingegen wiederum positiv auffällt bei den Gebühren ist der mögliche Einsatz der Karte im Ausland, denn wer im Ausland Bargeld abhebt oder bezahlt, dem werden oftmals entsprechende Gebühren für diese Transaktionen in Rechnung gestellt. Dies entfällt bei der Fidor Smart Card komplett! Außer bei den Barabhebungen, sobald man dies mehr als 2-mal pro Monat macht!

Wer erhält die Karte und unter welchen Vorraussetzungen?

Die Fidor Bank AG hat bis dato ihren Erfolg unter anderem dem Aspekt zu verdanken, das sie ein vollwertiges, deutsches Girokonto nebst Prepaid Mastercard auch für Menschen mit schlechter Bonität angeboten hat und weiterhin anbietet. Das Fidor Girokonto gilt in entsprechenden Kreisen nicht ohne Grund als DAS Girokonto ohne SCHUFA!

Stellt sich also nun die Frage, ob man die Fidor Smart Card eben auch ohne entsprechende SCHUFA Abfrage erhält? Diese Frage zu beantworten gestaltet sich aktuell in der Praxis als etwas unschlüssig, denn laut der Bank muss die Karte ganz offiziell beantragt werden. Man erhält die Smart Card also als Inhaber eines Fidor Girokontos nicht automatisch! Man muss jedoch als Voraussetzung für die Smartcard ein Girokonto bei der Fidor Bank besitzen und über eine ausreichende Bonität verfügen.

Nun zeigt sich aber in der Fidor Community als auch in anderen Foren bereits, das es bei der Vergabe der Karte etwas – nennen wir es mal „unklar“ – vorgegangen wird. So berichten Fidor Girokonto Inhaber mit belasteter SCHUFA, die Karte erhalten zu haben, wo hingegen andere Kunden der Bank mit guter Bonität, hohem Aktivitätsstatus berichten, dass Ihnen die Karte bis dato verweigert wurde.

Es liegt uns fern, hier von einer Art Willkür zu sprechen, aber ein klares Statement von Fidor zu diesem Punkt wäre durchaus hilfreich. Wir werden hier eine entsprechende Anfrage an Fidor stellen.

Hier auch ein Video – Interview zur Smart Card

Unser Fazit

Wer die Karte für Onlineshopping benutzen möchte und nicht als Hauptkarte im täglichen Leben einsetzt (Barabhebungen etc.), der ist mit der Fidor Smart Card sehr gut ausgerüstet und dank der kontaktlosen Bezahlmethode bestens für die technische Zukunft gerüstet. Lobenswert ist auch die direkte Kombination zwischen Mastercard und Maestro, was die Karte sehr flexibel macht. Wer in Summe also ein kontrolliertes Verhalten mit der Fidor Smart Card an den Tag legt, der ist mit dieser Karte bestens bedient – vorausgesetzt, man erhält sie dann auch! 😉

Mehr Informationen zur Karte und der Fidor Bank AG selbst gibt es hier >>

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