Das liebe Geld …und die Skurrilitäten des Alltags!

Dank eines netten Kommentars von Christina Kanese nebst entsprechender Einladung zur Teilnahme an ihrer Blogparade unter unserem Artikel Der Traum vom Millionevermögen habe ich mir ebenso mal ein paar Gedanken zum Thema der Blogparade „Mein skurillstes Erlebnis zum Thema Geld“ gemacht.  Zugegeben – es ist kein einfaches Thema und es hat Zeit gekostet aus vielen Lebensjahren mit echten ökonomischen Höhen und Tiefen etwas herauszufiltern, was als „skurillstes Erlebnis zum Thema Geld“ taugt. So reifte allerdings die Erkenntnis, dass ich letztendlich tagtäglich in meiner Umgebung Beobachtungen zum Thema Geld, die mir immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern und durchaus auch einen Bezug zu meinem eigenen Verhalten in Richtung Geld darstellen. Insofern behaupte ich mal, dass ich nicht EIN skurrilstes Geld Erlebnis habe, sondern regelmässig viele KLEINE!

Eine der täglichen Skurillitäten zum Thema Geld ist ein Vorgang im Supermarkt, der mir mindestens einmal pro Woche passiert und sicherlich jedem von uns auch schon einmal unter die Augen gekommen ist. Wie es so eben die Regel ist, beendet man seinen Einkauf im Supermarkt an der Kasse. Man reiht sich schön in die Schlange ein und wartet artig darauf, dass man endlich seinen Einkauf bezahlen kann. Der Vorgang geht recht zügig voran, die meisten Menschen vor einem in der Schlange halten Ihre Geldscheine, EC-Karte, Kreditkarte bereit…..alles gut! Dann aber das: da gibt es eben diesen einen Menschen, der vor der Kassiererin sein gesamtes Kleingeld auf dem Band ausschüttet und die Kassiererin darum bittet, sich doch den Rechnungsbetrag freundlicherweise aus dem Sammelsurium aus Münzen zusammen zu suchen.

Geld

Dieses Verhalten sorgt umgehend für einen enormen Unmut unter den „vermeintlichen“ Leidensgenossen der Warteschlange und ab und an auch mal seitens der Kassierin – unterstrichen von diversen, nicht immer jugendfreien Kommentaren. Kommt Ihnen bekannt vor? Doch warum regen wir uns eigentlich auf? Es wird doch im Grunde nur das getan, was in einem Supermarkt erwartet wird: Ein Kunde bezahlt mit regulären Zahlungsmitteln seine eingekauften Waren!

Oder sind Münzen etwa weniger wert? Haben wir uns als Kinder nicht immer tierisch gefreut, wenn uns Oma und Opa ab und an mal ein paar „Taler“ für die Sparbüchse geschenkt haben? Haben uns unsere Eltern nicht gelehrt jeden Pfenning zu ehren? Mir ist es jedenfalls so beigebracht worden! Und nun regen wir uns auf, weil es uns an der Kasse eines Supermarktes nicht schnell genug geht, weil der Kunde vor uns nicht über einen Geldschein oder eine EC-Karte / Kreditkarte verfügt?

Schon skurril – oder? Und ehrlich gesagt ertappe ich mich jedes Mal bei einem solchen Erlebnis in einem eigenen Fehlverhalten. Denn ich sortiere regelmäßig daheim mein Portemonnaie mit Münzen aus und behalte dabei lediglich 2-3 Euro in Form von 50 Cent und 20 Cent im Portemonnaie. Bedeutet im Klartext, dass ich im Grunde nie mehr als 8 Münzen dabei habe. Zuhause hingegen habe ich nun aufgrund des „Aussortierens“ Unmengen Münzen, die darauf warten irgendwann mal verwendet zu werden. Nur wo? Denn wer möchte schon zu einem „Hindernis“ in der Warteschlange eines Supermarktes werden? Meine Erkenntnis: Who cares? Auch Münzen sind akzeptierte Zahlungsmittel und es es steht mir völlig frei, in welcher Form ich meine Einkäufe bezahle. Unbeeinflusst von meinem Mitmenschen und mich selbst besinnend auf das, was mir beigebracht wurde: Ehre jeden Taler!

Ähnliche Erfahrungen und Verhaltensmuster? Lasst es mich gern via Kommentar wissen :-)

Bildquelle: Tim Reckmann  / pixelio.de

2 Gedanken zu „Das liebe Geld …und die Skurrilitäten des Alltags!

  1. Dr. Gisela Behrmann

    Nur diese Frage: Was ist an den geschilderten Verhaltensweisen
    „skurril“?
    Sie sind regelmäßig beobachtbar, also weit verbreitet –
    und zumal bei älteren oder augenblicklich gestressten Kunden (Kleinkinder im Einkaufswagen, gehandicapte Personen etc.) ist das Bezahlen per Münzen, die die Kassier aus der Hand auswählt und an sich nimmt, funktional, weil schneller und kundenfreundlich. Ich halte dieses zwischen Kassierer und Kunde spontan abgestimmte Entgegenkommen weder für eigenwillig, absonderlich noch kauzig.
    Und „lustig“ macht sich darüber niemand in der Schlange – im
    Gegenteil, es geht eben schneller, wenn beide sich entgegenkommen.
    Skurril wäre solches Verhalten, wenn daraus eine Verhaltensdynamik
    entstünde, die jegliche Erwartung übertrifft und zudem eine besondere Komik oder auch nur eine Posse auslöst.

    Antworten
    1. Redaktion Beitragsautor

      Sehr geehrte Frau Dr. Behrmann,

      wir sind uns bei Ihrem Kommentar nicht so sicher, ob Sie den Artikel richtig interpretiert haben? Von „Verstanden“ wollen wir gar nicht erst reden. Wir teilen durchaus ihre Auffassung als „Wunschdenken“ und bringen dies in dem Artikel auch zum Ausdruck. Skurril ist dennoch (also gemäss DUDEN-Definition des Worts Skurill = seltsam, eigenartig) das sich eben DOCH und das aus fast täglicher Beobachtung resultierend Menschen in der Warteschlange über das in dem Artikel geschilderte Verhalten lustig machen! Was bis hin zum lautstarken „Aufreger“ gehen kann. Und die von ihnen angesprochenen freundlichen Kassierer sind in Relation zu den weniger freundlichen bis hin zu genervten Kassierern ob jenen Verhaltens deutlich in der Unterzahl. Auch diese Erkenntnis beruht auf eigenen, mehr oder weniger täglich gemachten Erfahrungen und Beobachtungen. Und da sich oftmals innerhalb weniger Sekunden andere Menschen in einer Warteschlange dem Initiator des sich „aufregens“ oder „lustig machens“ anschliessen, ist die von Ihnen genannte Verhaltensdynamik leider längst existent. Skurril – oder?

      Antworten

Wir freuen uns auf deinen Kommentar!