Bundesnetzagentur kritisiert: Netzausbau beim Strom zu langsam! Kostenerhöhungen drohen

Einhergehend mit der von der Bundesregierung angeschobenen Energiewende – sprich dem Ausstieg aus der Atomenergie und dem damit verbundenen Ausbau regenerativer Energiequellen, insbesondere den Windparks an den deutschen Küsten ist auch ein Ausbau der Stromnetze erforderlich geworden. So sollten laut den Plänen der Bundesregierung und in Abstimmung mit den Energiekonzernen bis zum Jahre 2015 rund 1876 Kilometer Stromleitung erneuert beziehungsweise ausgebaut sein und somit zur Weiterleitung des gewonnen Ökostroms zur Verfügung stehen. Doch wie es so ist mit Plänen und entsprechenden Realisierungen: Daraus wird nichts! So mahnt die Bundesnetzagentur bereits jetzt an, das der Ausbau der Stromnetze bereits jetzt viel zu langsam sei und sich wohl auch in naher Zukunft nichts an dieser Langsamkeit ändern dürfte.

 

Dies hätte wiederum zur Folge, dass erhebliche Zusatzkosten entstehen werden. Stromleitungen, die fest eingeplant waren, müssen durch improvisierte Alternativen ersetzt werden – und die seien „richtig teuer“, erklärt Joche Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Durch den verlangsamten Netzausbau müssten kostenintensive Maßnahmen ergriffen werden, um den Strom trotz fehlender Leitungen an sein Ziel zu bringen. Die Kosten dieser Massnahmen würden sich zwangsläufig in erhöhten Netzentgelten widerspiegeln, was sich wiederum in höheren Preisen für den Verbraucher bemerkbar machen wird. Mit einem Anteil von immerhin einem Fünftel am Strompreis haben die Netzentgelte einen entsprechenden Einfluss auf den Strompreis.

Laut Bundesnetzagentur sind von den bereits genannten 1876 vorgesehenen Kilometern Stromleitung bis dato lediglich 322 Kilometer fertiggestellt worden. Nun sind die Pläne zum Netzausbau erheblich angepasst worden: So hoffen die Netzbetreiber bis zum Jahr 2016 wenigstens die Hälfte der 1876 Kilometer fertigstellen und zur Nutzung freigeben zu können. Doch auch das ist alles andere als sicher, denn in vielen Gemeinden trifft der Netzausbau auf hohen Widerstand, der oftmals auch vor Gericht ausgefochten wird. Und das Land Bayern hat sich ohnehin vom Netzausbau distanziert.

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