Was kostet ein Auto wirklich?

Fragt man den deutschen (männlichen) Bundesbürger worauf er am allerwenigsten verzichten würde, dann erhälz man in der Regel recht schnell eine stets gleichlautende Antwort: das eigene Auto! Unbestritten also, dass das Auto nachwievor des deutschen „liebstes Spielzeug“ ist. Es wird gehegt und gepflegt und bleibt in der Regel auch über einen längeren Zeitraum im Besitz. Immerhin sieben Jahre lang verbleibt ein Auto im Durchschnitt bei seinem Besitzer, schenkt man entsprechenden Statistiken zu diesem Thema Glauben. Gerade die ersten zehn Jahre im Leben eines Führerschein-Frischlings sind von einer Wechselbereitschaft geprägt. Bereits nach fünf Jahren wird ein neues Fahrzeug angeschafft. Was immer ein entscheidender Faktor beim Kauf eines Fahrzeugs ist, ist der Preis. Was ein PKW wirklich kostet, kann mit Blick auf diese fünf Kostenfaktoren eruiert werden.

Abbildung 1: Wer beim Autokauf im Vorfeld alle Parameter recherchiert, weiß, was finanziell auf einen zukommt.

Abbildung 1: Wer beim Autokauf im Vorfeld alle Parameter recherchiert, weiß, was finanziell auf einen zukommt.

1.) Investitionskosten für das Auto

Was ein Fahrzeug in der Anschaffung kostet, ist maßgeblich vom Zustand des Fahrzeugs und vom Verkäufer abhängig. Zur Orientierung hat der ADAC diese Information herausgeben: „Angegeben sind die Händler-Verkaufspreise für die Baujahre 2014 bis 2008 – die Preise auf dem Privatmarkt liegen erfahrungsgemäß etwa acht Prozent, die Händler-Einkaufspreise circa 10-15 Prozent darunter.“ In dieser Auflistung den Traumwagen zu suchen oder mit einem hier zum Kauf angepriesenen Gefährt den Preisvergleich zu wagen, ermöglicht einen Überblick über die Investitionskosten.

2.) Versicherungen

Je nach Typklasse, Regionalklasse, Angaben zum Fahrer und zum Nutzerverhalten des Fahrzeugs gestalten sich auch die Versicherungsbeiträge. Auch in diesem Zusammenhang lohnt sich eine Recherche vorab. Hier gibt es das passende Online-Tool, bei dem vergleichsweise schnell und flexibel die Versicherungsprämie im Groben berechnet werden kann. Es gibt neben den genannten Faktoren weitere Stellschrauben, die den Preis der Versicherung beeinflussen. Mittels Auswahl der passenden Parameter lässt sich die Prämienhöhe individuell eingrenzen.

3.) Automobilclub

Gab es einst noch den ADAC als den Automobilclub, dem man beitritt, ist die Angebotsvielfalt auch in diesem Bereich enorm angestiegen. Und je größer das Angebot, desto deutlicher wird auch die Konkurrenz unter den Anbietern. Für diejenigen, die auf der Suche nach dem geeigneten Automobilclub sind, gilt: Eine Checkliste des eigenen Nutzerverhaltens hilft, um den Automobilclub herauszufinden, der passt. Wer beispielsweise nie mit dem Auto verreist, kann hier auf ein Angebot setzen, das keine teuren Auslandsleistungen beinhaltet. Der Mitgliedsbeitrag kann 20 und 80 Euro im Jahr liegen.

4.) Betriebskosten

Zu den Betriebskosten zählt der Wertverlust des Fahrzeugs, den das Gefährt mit zunehmendem Alter erfährt, und die Kfz-Steuer. Wer mit Blick auf den Wertverlust des Fahrzeugs sparen will, der sollte sich keinen Neuwagen anschaffen, sondern auf einen Gebrauchten setzen. Auch die Höhe der Kfz-Steuer muss keine Überraschung sein, denn es gibt klare Berechnungsgrundlagen. Für einen Benziner werden 6,70 Euro pro 100 cm³ Hubraum fällig. Für ein mit Diesel betriebenes Fahrzeug muss mit dem Faktor 16,60 Euro gerechnet werden. Diese Werte gelten für Fahrzeuge der Schadstoffklasse Euro 4. Teuer wird es indes für die Pkws, die eine schlechtere Euro-Einstufung haben. Bei Euro 1 liegen die Kosten bei 15,10 Euro für Benziner und 28,50 Euro für Dieselfahrzeuge.

5.) Wartung/Verschleiß

Mit Blick auf die Kosten, die für Wartung und Reparaturen anfallen, zeigt sich: Je größer das Gefährt, desto teurer werden Inspektionskosten oder gar Reparaturen am Fahrzeug. Ein Ölwechsel sollte nach 30.000 bis 50.000 Kilometern durchgeführt werden. Die Abnutzung der Bremsbeläge ist abhängig vom Fahrverhalten und Reifen dürfen die gesetzlich festgelegte Profiltiefe von 1,6 Millimetern nicht unterschreiten. Die Kosten dafür sind abhängig vom Fahrzeug.

Abbildung 1: pixabay.com © Peggy_Marco (CC0 Public Domain)

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